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Telefonzelle, Münzfernsprecher & Kartentelefon in Deutschland

Münztelefon 23

 
Münztelefon 23

MT23
MünzTel 23

 
 
Münztelefon 23 im Innenraum (Einkaufszentrum)
Alter Kassettenanbau
Panzerglasscheibe mit Schaden

 Münztelefon 23 (MT 23)
 Mit leicht angerosteten Münztresor der Firma Gerlich Tresorbau
Eingebaut in einem TelH 90


Geräteteil



 

Das Münztelefon 23  wurde 1992 bei der Deutschen Bundespost/Telekom eingeführt, es ist ein elektronisches softwaregesteuertes Münztelefon für analoge Telefonanschlüsse. Es ist ausgestattet mit Münzprüfer, Münzspeicherwagen, und integriertem Einstell- Prüfprogramm. Es verfügt über eineFernwartung, die mittels eines integrierten Modems, Fehler (zum Beispiel Defekte an Baugruppen, fehlender Hörer), Betriebszustände (zum Beispiel volle Münzkassette) oder Aufbrüche (zum Beispiel Offenstehen der Kassettenanbautür, fehlende Münzkassette) selbstständig an ein Hintergrundsystem meldet, an das alle öffentlichen Münz- und Kartentelefone der Deutschen Telekom AG angeschaltet sind.
 
 
Das Münztelefon 23 besteht aus zwei Grundeinheiten, dem Geräteteil mit sämtlichen zum Betrieb notwendigen Baugruppen (BG) und dem unterhalb des Münztelefons befestigten Kassettenanbau mit der Münzkassette. Baugruppen sind:
FernsprechkreisMünzverarbeitungRechnersteuerungStromversorgung
 im Detail: 
Münzprüfer: Prüft die eingeworfenen Münzen auf Durchmesser, Dicke und Legierung 
Münzspeicher: Zwischenspeicherung der durch den Münzprüfer für in Ordnung befundenen Münzen während des Gespräches, dabei wird der Wert der darin befindlichen Münzen registriert und gespeichert 
Hauptplatine: Die Hauptplatine ist praktisch das Gehirn des Münzers, auf ihr befindet sich derEPROM mit der benötigten Geräte-Software, das Modem, der Fernsprechkreis, Rechnersteuerung 
Mutterplatine: Auf der Mutterplatine sind die Baugruppen Münzprüfer, Münzspeicher sowie die Hauptbaugruppe aufgesteckt, des weiteren werden alle anderen Baugruppen und die ankommende Telefonleitung an dieser angeschlossen, die Hauptbaugruppe befindet sich auf der Gehäuserückwand 
Guthabenanzeige/Display: ZweizeiligesLC-Display mit 32 Zeichen je Zeile, hintergrundbeleuchtet 
Netzteil: Schutzisoliert 230 V, zur Versorgung der Hintergrundbeleuchtung des Displays (das Münztelefon 23 kann auch ohne Netzteil betrieben werden, es wird aus der Telefonleitung gespeist) 
Tastwahlblock (TWB): Tastwahlblock aus Zinkdruckguss mit 16 Tasten, witterungsbeständig, widerstandsfähig gegen Vandalismus. Bei den älteren Tastwahlblöcken haben die Tasten nur Ziffern. Neuere haben zusätzlich zu den Ziffern noch Buchstaben. Dieser alphanumerische Tastwahlblock wird bei Geräten mit SMS-Funktion benötigt. 
überwachte Münzrückgabeschale: Diese meldet dem Rechner eine blockierte oder verklemmte Rückgabeklappe 
Handapparat mit Panzerkabel: Der Handapparat ist entweder schwarz oder magentafarben 
Handapparat-Aufhängung mit Gabelumschalter: Der Gabelumschalter hat einen berührungslos arbeitenden Reedkontakt.

Außer Telefonieren ist am MT23 auch der Versand von SMS möglich.

 
 
Kundeninformation zum SMS-Service am MT23

 
MT 23 Display mit Hinweis auf die SMS-Service


Kleiner Aufkleber am MT 23 mit Hinweisen zum SMS-Service




MT 23 mit altem Kassettenanbau am MTS
Standort: Allee Center Magdeburg



Kommt das MT23 in älteren Telefonhäuschen wie z.B. dem TelH 78 oder der
Telefonhaube TelHb 82 zum Einsatz, wird zur Montage eine Adapterplatte benötigt.




Schiebereinwurf und Einwurfvorsatz

Die Schiebereinwürfe und Einwurfvorsätze sollten Verstopfungen und Manipulationsversuche
im Bereich des sonst beim MT23 vorhandenen Münzeinwurfschlitzes verhindern.

Vom Schiebereinwurf wurden ab 2004 im Bereich Halle an der Saale 
 10 Stück in einem Feldversuch erprobt.
Der hier gezeigte ist Blut verschmiert, da brauchte wohl jemand schnell Hilfe.
Die Bilder entstanden im Jahr 2006 in Magdeburg



Schiebereinwurf


Schiebereinwurf



Von diesem Einwurfvorsatz wurden im Jahr 2004 in der Leipziger Innenstandt 
knapp 100 Stück in einem Feldversuch erprobt.


Einwurfvorsatz


Einwurfvorsatz




 
Es gibt auch MT23 die statt der Rückgabetaste einen "Blindknopf" haben.


Kassettenanbauten und Münztresore

...gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, von älteren aus Stahl geschweißten Modellen, mit bohrgeschütztem Schloss,
die weniger sicher sind, über Modelle mit Schlossschutz (Deckel beziehungsweise Verschraubungen, die sich vor dem eigentlichen Schloss befinden und dieses vor Manipulationen, Verstopfen und ähnlichem schützen), verstärkte Modelle aus speziellem bohrresistenten Stahl bis hin zu schweren gegossenen Tresoren die weitgehend aufbruchssicher sind.
Statt des Kassettenanbaues wird überwiegend beim MT23 der Münztresor verwendet.
 
   

Kassettenanbau
Alte Ausführung 
wie er 1992 mit dem MT23 eingeführt wurde. 
Schloss: Zeiss Ikon Kreuzbartschloss.
Hersteller:  Landies & Gyr


 


 Kassettenanbau verstärkt
Mit Schlossabdeckung (Tankdeckel :-).
Schloss: Zeiss Ikon Kreuzbartschloss.
Hersteller: Landies & Gyr






 Münztresor 1, Version 1 mit konischem Schlossvorbau
Mit Schlossabdeckung (fehlt auf den BIldern).
Einsatz ab ca.1996.
Schwere gegossene Ausführung.
Schloss: Spezielles Fichet Sternmonopol Tresor-Hochsicherheitsschloss.

Hersteller: Gerlich Tresorbau.

 




 Münztresor 1, Version 2
Mit Schlossabdeckung.
Einsatz ab 1998 (als "Tresor 98" bezeichnet).
Schwere, gegossene Ausführung.
Schloss: Doppelbart-Tresorschloss.
Hersteller: Gerlich Tresorbau








Münztresor 1, Version 3
Gleiche Ausführung wie vorher,
jedoch mit Schlossabdeckung für RSS-Bit (RSS = Rillen Schließ System)
Schloss: Doppelbart-Tresorschloss
Hersteller: Gerlich Tresorbau




Münztresor 2
Mit Schlossabdeckung (Tankdeckel :-)
Schloss: Doppelbart-Tresorschloss.
Hersteller: Landies & Gyr


 
Die nachfolgenden Bilder zeigen zwei Möglichkeiten wie in Magdeburg die Schlösser der alten Kassettenanbauversion zusätzlich gegen Manipulationen gesichert wurden.
Diese "Arbeiten" wurden vom örtlichen Münzentstörer durchgeführt






 Kassettenanbau alte Ausführung,
mit aufgeschweißter Stahlplatte und ´nem Stückchen Eisenrohr





Kassettenanbau alte Ausführung,
mit aufgeschweißter Stahlplatte.
Mittig ein Loch zur Einführung des Kreuzbartschlüssels

 


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